Viele Menschen stoßen im Alltag auf Hindernisse, etwa beim Arbeiten, Wohnen oder im öffentlichen Leben. In Deutschland leben rund 7,9 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung. Der Protesttag macht auf ihre Situation aufmerksam und stellt klare Forderungen: gleiche Rechte, weniger Barrieren und echte Teilhabe für alle.
Grundlage dafür ist die UN-Behindertenrechtskonvention. Deutschland hat sie 2009 anerkannt. Weltweit haben mehr als 180 Staaten die Vereinbarung unterschrieben. Sie verpflichtet dazu, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu schützen und umzusetzen. Trotzdem werden viele Ziele noch nicht erreicht. In Deutschland gibt es seit der Unterzeichnung nur wenig konkrete Fortschritte. Das betrifft den Zugang zu Arbeit oder Bildung, aber auch Wohnungsbau, Internetseiten, Einzelhandel, Freizeit und Gesundheitswesen und den öffentlichen Nahverkehr.
Hauptgeschäftsführer*in Tobias Schmidt sagt:
„Deutschland hat die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet und sich damit verpflichtet, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu achten, zu schützen und aktiv umzusetzen. Dieses Versprechen darf kein Lippenbekenntnis bleiben. Doch aktuell beobachten wir, nicht nur hierzulande, sondern auch weltweit eine besorgniserregende Entwicklung: Inklusionsziele geraten unter Druck, soziale Leistungen werden infrage gestellt und grundlegende Menschenrechte drohen an Bedeutung zu verlieren. Deshalb setzen wir ein klares Zeichen: gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Eine inklusive Gesellschaft ist kein optionales Ziel, sondern ein Maßstab für Gerechtigkeit und Menschlichkeit.“
Das Sparmaßnahmen Teilhaberechte aushöhlen, davor warnt auch die Diakonie Sachsen. Was das für Betroffene konkret bedeutet und warum Inklusion kein Luxus, sondern ein Grundrecht ist, ist in der aktuellen Pressemitteilung zu lesen.
Zum Protesttag haben wir Menschen mit Behinderung nach ihrer Perspektive gefragt. Die Interviews finden Sie auf unserer Aktionsseite.
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