12.02.2020

Von Möhren und Tablets

Seit März 2019 gibt es den Bereich Schulische Bildung in der BBW-Leipzig-Gruppe. Der Bereich vereint die Berufsbildende Schule für Hör- und Sprachgeschädigte in Knauthain auf dem Gelände des Berufsbildungswerks und die Wolfgang-Mutzeck-Schule, Evangelische Förderschule für Erziehungshilfe, in der Markranstädter Straße.

Durch den Zusammenschluss der schulischen Angebote im Unternehmensverbund können Synergien und Erfahrungsschätze besser genutzt werden – profitieren können davon vor allem die Schüler*innen.

Seit der Zusammenführung konnte bereits das ein oder andere Projekt angeschoben werden. So startete in der Wolfgang-Mutzeck-Schule zum neuen Schuljahr ein breites Spektrum verschiedener Ganztagesangebote. Seitdem bereiten Teilnehmende des Jugendberufshilfeangebotes Produktionsschule Leipzig an zwei Tagen in der Woche ein gesundes Schulfrühstück vor. Angebote wie eine Hausaufgabenbetreuung, soziales Lernen oder Fördern und Fordern stehen ebenso auf dem Plan wie eine Trommel-AG, die Mitarbeit bei der Schülerzeitung, eine Hundetherapie oder der Schulgarten. Die kleine Fläche hinter dem Pausenhof, die zwar schön ist, aber bislang relativ ungenutzt brachlag, soll in diesem Jahr erblühen. Die Vision: Die Schüler*innen bauen Obst und Gemüse an, das dann im Rahmen des Schulalltags verarbeitet wird. So finden die Themen „Gesunde Ernährung“ und der bewusste Umgang mit Lebensmitteln ganz natürlich einen Weg auf den Lehrplan – praktischer Biologieunterricht inklusive. Damit es hier viele Erfolgserlebnisse und eine große Ernte gibt, wird das Projekt in Kooperation mit der ANNALINDE gGmbH, Betreiberin von multifunktionaler, urbaner Landwirtschaft in Leipzig, durchgeführt.

An der Berufsbildenden Schule für Hör- und Sprachgeschädigte hat sich in letzter Zeit der Einsatz von Tablets im Unterricht bewährt. Die kleinen und handlichen Geräte werden auf vielfältige Weise genutzt: Besonders als Medium für Recherchearbeit sind sie eine große Hilfe. Wichtige Fachbegriffe sind multimedial erklärt viel leichter zu begreifen, der Zugriff auf Videos oder die Nutzung der Vorlesefunktion wissen viele Schüler*innen zu schätzen. Auch im Fachunterricht bewähren sich die Tablets, beispielsweise bei der Stationsarbeit. Themen können individuell bearbeitet werden. Gleichzeitig erlernen die Schüler*innen den Umgang mit digitalen Geräten, die praktisches Hilfsmittel sind und die Möglichkeit bieten, sich kreativ auszutoben.

Medienkompetenz und -erfahrung ist heutzutage grundlegend. Aufgrund der guten Erfahrungen an der Berufsbildenden Schule wurde eine schulübergreifende Fachgruppe gebildet, die vor der Beantragung von Fördermitteln des „Digitalpakts Schule“ Bedarfe prüft und Einsatzmöglichkeiten digitaler Geräte unter Beachtung des Lehrplans an beiden Schulen ermitteln soll. Genügend davon gäbe es sicherlich auch für die Schulgarten-AG: Man muss ja wissen, wie das Wetter wird…

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Christine Heuer

Christine Heuer

Leiterin Unternehmenskommunikation

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